YouTube und GEMA einigen sich!

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(c) Andrey Kiselev 2016 fotolia.com

Heute war es endlich soweit. Die Videoplattform YouTube hat nach jahrelangen Streitigkeiten eine Vereinbarung mit der GEMA geschlossen: Ab sofort kann die Musik zahlreicher Künstler angeschaut werden ohne dass das mit dem Hinweis „Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar“ unterdrückt wird. Es handelt sich nicht nur um eine Vereinbarung, vielmehr um eine Partnerschaft zwischen YouTube und der GEMA. Die Community kann nun eine Vielzahl von Songs genießen und Songwriter, Komponisten und Musikverleger, die durch die GEMA vertreten werden, können durch die Monetarisierung ihrer Videos Geld verdienen.

Die heute geschlossene Partnerschaft geht als Meilenstein in die Geschichte von YouTube ein. Seit über sieben Jahren ziehen sich die Streitigkeiten. In dieser Zeit, genauer gesagt seit 2009, existierte keine gültige Lizenvereinbarung. Im Gegenteil. Die Streitigkeiten gipfelten in zahlreichen (teilweise gerichtlichen) Auseinandersetzungen. Diese wurden u.a. vor dem Oberlandesgericht in München ausgetragen, bei denen zuletzt die GEMA mit einer Schadensersatzklage unterlag.

Per heute sind die rechtlichen Streitigkeiten und alle weiteren Unstimmigkeiten beigelegt. Die GEMA und YouTube haben einen Lizenzvertrag geschlossen, der auch den Zeitraum zwischen 2009 bis heute abdeckt. Mit diesem Vertragswerk erhalten die etwa 70.000 Musikurheber sowie Verleger von der GEMA wieder eine Vergütung für ihre urheberrechtlich geschützten Musikwerke. Umgekehrt heißt es für die Community, dass diese sich wieder Musikvideos anschauen kann, welche früher durch Sperrtafeln unterdrückt wurden, da diese urheberrechtlich geschütztes Repertoire der GEMA enthalten hatten. Strenger Geheimhaltung unterliegt allerdings die Information, welcher Betrag fällig wird, sobald ein solches Video aufgerufen wird.

Die Vereinbarung zwischen YouTube und der GEMA stärkt den weltweiten Online-Musikmarkt. Es entstehen neue Möglichkeiten für die weltweite Distribution und Erlöse. Erfreut zeigten sich beide Seiten über die heute veröffentlichte Lösung. Die Vereinbarung geht sogar über die Monetarisierung der Musik auf YouTube in Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz hinaus. Der Vertrag regelt auch eine Unterstützung der Einführung von YouTube Red in Deutschland. Hierdurch sollen weitere Einnahmen generiert werden.

Im Rahmen der Verhandlungen einigten sich auch beide Parteien darauf in Zukunft konzentriert zusammenzuarbeiten anstatt die Unstimmigkeiten jedes mal vor Gericht auszutragen.

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